Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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einmal im Jahr auf einem Markt, der in der Nähe des Boulevards St. Denis abgehalten wurde. Der Biſchof von Paris, welcher fand, daß bei der zunehmenden Frömmigkeit der Gläubigen das Markt⸗ feld in keinem Verhältniß zu der Menge der Her⸗ beiſtrömenden ſtand, verlegte das Landifeſt in die Ebene von St. Denis.

Die Geiſtlichkeit von Paris brachte die Reliquien in Proceſſion dahin; der Biſchof predigte daſelbſt und ertheilte dem Volk ſeinen Segen; aber es ver⸗ hielt ſich mit dem Segen wie mit den Gütern des Nebenmenſchen oder den Früchten des Nachbars: nicht Jeder der will kann ihn ertheilen; die Geiſt⸗ lichen von St. Denis behaupteten, ihnen allein ſtehe auf ihrem Gebiete das Recht der Segnung zu, und ſie verklagten den Biſchof beim Parlament von Paris wegen Eingriffs in ihre Gerechtſame.

Die Sache wurde von beiden Seiten hartnäckig und mit ſolcher Beredtſamkeit verfochten, daß das Parlament, da es nicht wußte, wem es Recht geben ſollte, allen beiden Unrecht gab, und in Anbetracht der Unrehen, die ſie veranlaßten, ſowohl den Bi⸗ ſchöfen auf der einen als den Abbés auf der an⸗ dern Seite verbot ſich auf der Landimeſſe blicken zu laſſen.

Der Rector der Univerſität war es, der die in Anſpruch genommenen Vorrechte ererbte: er hatte das Recht ſich alljährlich am erſten Montag nach St. Barnabas auf die Landimeſſe zu begeben, um da⸗ ſelbſt das nothwendige Pergament für alle ſeine Collegen auszuwählen; den auf dem Markt ſitzen⸗ den Kaufkeuten war ſogar verboten auch nur ein