Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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langen; was, ſagen wir, in dieſer Menge vor⸗ herrſchte, das waren die Studenten: Studenten der vier Nationen, Schotten, Engländer, Franzoſen, Italiener.

Es verhielt ſich in der That ſo: man hatte den erſten Montag nach dem St. Barnabastag, und dieſe ganze Menge war verſammelt, um auf die Landimeſſe zu gehen.

Aber vielleicht verſtehen die Leſer dieſes Wort nicht, das der Sprache des ſechzehnten Jahrhunderts angehört. Erklären wir ihnen alſo, was die Landi⸗ meſſe war.

Gebt Achtung, liebe Leſer, wir müſſen jetzt Ety⸗ mologie treiben, nicht mehr und nicht weniger als ein Mitglied der Academie der Inſchriften und ſchö⸗ nen Wiſſenſchaften.

Das lateiniſche Wort indictum bedeutet einen Tag und Ort, die für irgend eine Volksverſamm⸗ lung indicirt oder bezeichnet ſind.

Das i wurde Anfangs in e, dann ſpäter blei⸗ bend in a verwandelt. Man ſagte alſo ſtatt indic⸗ tum nach einander: Pindit, bendit, dann Tandit und endlich landit.

Daraus folgt, daß dieſes Wort Tag und Ort bedeutet, die zu einer Verſammlung bezeichnet ſind.

Zur Zeit Carls des Großen, des in Aachen re⸗ ſidirenden Teutonenkönigs, zeigte man den Pilgern jedes Jahr einmal die heiligen Reliquien in der

Kapelle.

Carl der Kahle verſetzte dieſe Reliquien von Aachen nach Paris, und man zeigte ſie dem Volk