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Namen zu ſchreiben, da ich weiß, daß Sie klug ſind und dieſen Brief ſorgfältig aufbewahren werden. Sie hat mir ihre Gedanken über Sie nicht verborgen und ich glaube, daß ſie mein Leid über Ihre Abweſenheit, wenn auch in einem andern Sinne, theilt.
„Geſtern, als ſie von Ihnen zu mir ſprach, habe ich ſie aufmerkſam beobachtet; ſie ſchien ſehr bewegt zu ſein, und ich glaube den Grund dieſer Bewegung zu kennen. Es iſt wohl nicht nöthig, daß ich Ihnen den⸗ ſelben mittheile; ſeien Sie glücklich, denn Sie verdienen es. Obgleich mich unerwartete Umſtände ſehr traurig gemacht haben, ſo bin ich doch ſtolz, mir ſagen zu kön⸗ nen, daß Sie einen Theil Ihrer jetzigen und zukünftigen Freuden mir zu verdanken haben.
„Ich hoffe, daß mich ein Brief von Ihnen noch in dem Hauſe am Prinzen⸗Kanal antreffen wird; ſollte ich es vielleicht vor Ankunft deſſelben verlaſſen, ſo bleibt meine Adreſſe zurück, denn jedenfalls bleibe ich in der Stadt.
„Was auch geſchehen möge, zweifeln Sie weder an meiner Freundſchaft noch an meiner Ergebenheit.“
— Sonderbar, ſprach Wilhelm, nachdem er geleſen, dieſer Brief iſt eben ſo geheimnißvoll als traurig. Warum will Triſtan das Haus verlaſſen? Warum giebt er die


