getrocknet hatte, die ihre Augen näßten, öffnete ſie ihren Secretair, ergriff Papier, Feder und Dinte und ſchickte ſich an zu ſchreiben.
In derſelben Zeit trat Triſtan in ſein Zimmer, ging nachdenkend einige Augenblicke auf und ab, öffnete den Schiebkaſten ſeines Tiſches, nahm Federn und Papier her⸗ aus und ſetzte ſich wie ein Menſch an den Tiſch, der ei⸗ nen Brief ſchreiben will.
14. Die beiden Briefe.
Wilhelm war in Brüſſel angekommen. Er ſäumte nicht, ſich mit dem Geſchäfte, das Haus Daniel betreffend, zu befaſſen; aber ſchon am erſten Tage gewann er die Ue⸗ berzeugung, daß er es vor drei Wochen nicht würde beendi⸗ gen können. Gleich darauf erhielt er zwei Briefe. Auf dem Umſchlage des einen erkannte er Triſtan's Handſchrift, auf dem andern die Euphraſia's.
Zunächſt öffnete er das Siegel des letztern, da er aber, trotz der Freundſchaft, die er für den Hauslehrer


