Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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— 165—

— Dann erlauben Sie, Madame, daß ich ſchweige.

— O nein, fahren Sie fort, mein Herr.

— Erinnern Sie ſich noch der Zeit, wo ich das Vergnügen hatte, Ihr Portrait zu malen?

— Ja.

— Da war es, wo ſich eine wirkliche Leidenſchaft

meiner bemächtigte. Und doch habe ich es Ihnen nie ge⸗ ſtanden.

— Was ſagen Sie da? — Die Wahrheit. — Wenn Sie mir dieſe Liebe nicht geſtanden haben,

ſo haben Sie wenigſtens dafür geſorgt, daß ich ſie merken konnte.

— Durchaus nicht. — Sie ſind ein unverſchämter Lügner, mein Herr!

rief Madame Van⸗Dick, welche abermals der Zorn zu be⸗ herrſchen anfing.

Triſtan ſtand auf.

— Bleiben Sie, mein Herr, ich will es. Als Sie mich fragten, wem dieſes Portrait beſtimmt ſei, was habe ich Ihnen geantwortet?

— Daß Sie es mir nicht ſagen wollten.

— Aber daß Sie es errathen könnten. — Ja.