Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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Sie mir den wahren Grund Ihres Betragens nennen, denn der thörigte, den Sie mir vorhin angaben, kann es nicht ſein. Jetzt begann der Aerger in Madame Van⸗Dick's

Strategie die Oberhand zu gewinnen, und es war gar

nicht ſchwer, das falſche Manöver zu erkennen, welchem ſie ſich hingab.

Es war übrigens ſelbſt für eine geiſtreiche Frau nicht leicht, ſich geſchickt aus einem ſolchen Abenteuer heraus⸗ zuwinden.

Nun, Madame, fuhr Triſtan fort, der durch ei⸗ nige Complimente das, was er geſagt hatte, zu mildern gedachte, erlauben Sie mir, frei und offen zu reden, wie es mir um das Herz iſt?

Ich höre.

Nun denn, Madame, ja, ich liebe Sie! Ja, ge⸗ ſtern hätte ich beinahe meinen Eid verletzt, den ich ge⸗

ſchworen habe. Als ich Sie ſah, war ich weder meiner

Sinne, noch meines Herzens mächtig, ich vergaß mein ge⸗ gebenes Wort. Glücklicherweiſe verzeihen Sie mir die⸗ ſen Ausdruck brachte mich Lotte's Stimme, die Sie rief, zur Wirklichkeit zurück.

Man kann einer Frau immer ſagen, daß man ſie liebt, wenn man ihr ſpäter gute Gründe angeben kann, um ſie nicht zu lieben, antwortete Euphraſia.