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— Aber ich habe ſeitdem überlegt.
— So, und das Reſultat dieſer Ueberlegung hat Sie wohl abgehalten, geſtern Abend zu mir zu kommen? fragte Euphraſta verletzt.
— Ja, Madame.
— In dieſem Falle haben Sie ſich dieſe Nacht wohl recht luſtig über mich gemacht?
— Wie können Sie glauben, Madame—
— Da Sie doch ſo delicat ſind, hätten Sie dem Herrn Van⸗Dick antworten ſollen, als er Sie rief, und mit ihm mir ſagen können, daß ich aufhörte, das Ihnen nur allein bekannte Zeichen zu geben.
— Glauben Sie mir, Madame, nur ein Gefühl von Ehre iſt der einzige Grund meines Schweigens.
— Wenn man in Ihrem Alter ſteht und einige Le⸗ benserfahrung beſitzt, läßt man ſich von dergleichen Rück⸗ ſichten nicht abhalten. Hat dieſes Gefühl Ihnen vielleicht auch die Worte dictirt, die Sie mir geſtern Abend ſagten? Wenigſtens hätten Sie mich auf der Stelle es merken laſ⸗ ſen ſollen, anſtatt mit einer armen Frau, die Sie liebt und die nur auf ihr Berz hört, Ihren Scherz zu treiben. Wahrhaftig, ich muß heute bei dieſem Geſtändniſſe meiner Liebe erröthen! Uebrigens werde ich die Demüthigung ver⸗
geſſen, die ich erlitten, aber nur unter der Bedingung, daß 11*


