Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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ſchloſſen und das Zimmer athmete alle Düfte, welche im Stande ſind, ein Verlangen vollſtändiger zu machen.

Die Dame ſelbſt war weiß gekleidet und Hals, Buſen und Arme deckte keine neidiſche Hülle. In dem matten Lichte, welches lüſtern durch das Zimmer webte konnte ſie Schuktern und Arme mit Koketterie zur Schau tragen, denn alle Formen und Umriſſe erſchienen viel feiner, edler und ariſtokratiſcher und dabei athmete das Fleiſch Leben und Friſche. Madame Van⸗Dick war einer Najade zu vergleichen, wie ſie die Dichter des achtzehnten Jahrhunderts ſchildern. Wir, die wir proſaiſcher ſind und nur ein wah⸗ res Weib zu ſchildern uns bemühen, wir ſagen ganz ein⸗ fach, wie ſie war: ein üppiges, verlangendes Weib.

Vor Aerger weinend, hatte Euphraſia den Saal ver⸗ laſſen. Nachdem ſie ihre Augenlider von den unnützen und für ihre Augen ſelbſt gefährlichen Thränen befreit, ſchloß ſie ſich in ihr Toilettenzimmer ein, enthüllte vor dem Spiegel die Reichthümer ihres Körpers, und beſprengte ihn mit wohlriechendem Waſſer. Lächelnd unter dem wol⸗ lüſtigen Dufte, den ihr ganzes Weſen aushauchte, hüllte ſie denn dieſen einbalſamirten Körper, verachtet, weil er unbekannt war, in den feinſten Battiſt. Nachdem Lieſe Armirung geſchehen, hatte ſie Herrn Van⸗Dick das Haus