Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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ſene hätte eine Geliebte von Euphraſta's Schlage gehabt, es wäre ſehr wahrſcheinlich, daß er, unter demſelben ge⸗ leiſteten Verſprechen, nicht einen Augenblick gezögert, ſondern die ganze Sache für eine kleine Sünde gehalten hätte, welche am Morgen beſchloſſen, am Abend ausge⸗ führt und am nächſten Tage wieder vergeſſen geweſen.

Aber die gegenwärtige Sachlage war eine andere. Triſtan hatte einen feierlichen Eid grſchworen, ob mit Unrecht oder Recht, lag ihm nicht zu entſcheiden ob. Wil⸗ helm liebte Euphraſia, gleichviel vb mit Recht oder Un⸗ recht; er war traurig, als er abreiſte, aber er ſetzte völ⸗ les Vertrauen in ſeinen Freund, und es wire nieder⸗ trächtig, ſelbſt wenn die That unbekannt bliebe, dieſes Vertrauen zu täuſchen, oder über dieſe Traurigkeit zu lachen.

— Wenn Madame Van⸗Dick, ſprach er zu ſich, als das ungeduldige Piano immer dringender ertönte, wenn Madame Van⸗Dick Wilhelm's Frau wäre, ſo wäre dies ſehr ſchlecht; aber ſie iſt nur ſeine Geliebte und Herrn Van⸗Dick's Gattin, der es gut mit mir meint. Da Wil⸗ helm Gerrn Van⸗Dick betrügt, könnte ich auch Wilhelm betrügen; indeß, fuhr er nach einigem Nachdenken fort, iſt die Sache nicht dieſelbe. Herr Van⸗Dick ſieht gar nicht aus, als ob er ſeine Frau anbetete, er liebt viel⸗