Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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ziergang durch den Garten, ging in ſein Zimmer, ſetzte ſich an das Fenſter und betrachtete die Sterne.

Er hatte noch keine halbe Stunde ſo geträumt, ohne zu wiſſen wovon, als er den erſten Ton von dem Piano der Madame Van⸗Dick hörte. Sie ſpielte„den letzten

Gedanken“ von Weber, und zufällig ſpielte ſie ihn gut.

1I.

Aus dieſem Kapitel iſt zu erſehen, daß die Muſik nicht immer die Sitten der Menſchen mildert.

Bei den erſten Tönen, welche Madame Van⸗Dick ih⸗ rem Piano entlockte, ward Triſtan unwillkührlich tief be⸗ wegt. Wollte man den Einfluß der Sinne wegläugnen, könnte man auch die ganze Natur verneinen. Wie ſich der Leſer erinnert, beſaß unſer Held keine immaterielle Natur; ſeit der Zeit, daß er den Negocianten kennen ge⸗ lernt, hatte die Keuſchheit an der Thür dieſes Hauſes gewacht, und wenn auch von Zeit zu Zeit Liebesgedanken den Kopf des Hauslehrers erhitzten, ſo hatten ſie ſich doch nie verwirklicht. Es iſt demnach leicht begreiflich, wenn die keuſche Göttin, welche über Triſtan wachte, ihrer