Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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Madame Van⸗Dick machte einen Satz, als ob man ihr ein glühendes Eiſen auf die Schulter applicirte. Aber nicht Scham oder Furcht brachte bei ihr dieſe Bewegung hervor, ſondern der ganz natürliche Eindruck eines uner⸗ warteten Schrei's, der plötzlich durch die ſtarkgeſchwächten Sinne fährt.

— Was giebt es? fragte ſie ganz laut, indem ſie aufſtand und die unterbrochene Ordnung ihrer Toilette wiederherſtellte.

— Madame, rief Lotte von der andern Seite des Gartens her, der Unſchlag iſt fertig und Herr Eduard will, daß Sie ihm denſelben umlegen ſollen.

— Ich werde kommen.

Lotte entfernte ſich.

— Höre, ſprach Euphraſia, indem ſie Triſtan's Hand drückte, ich will ein wenig bei meinem Sohne bleiben,

geh' in Dein Zimmer und wenn Du mich auf meinem Piano ſpielen hörſt, geh' in den Garten hinab, nimm jene Leiter und ſteige durch das Fenſter. Ich liebe Dich!

Euphraſta war verſchwunden, ehe Triſtan ein Wort antworten konnte. Der Hauslehrer ſtand nun auf, ſchwankte ein wenig, wie ein Mann, der aus einem Traume oder aus einer Trunkenheit erwacht, fuhr mit der Hand über die Stirn, ſah ſich um, machte dann einen kurzen Spa⸗

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