Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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— Aber nicht zu offen, denn das Schamgefühl ei⸗ ner Frau leidet immer, wenn ein Fremder von ihrem Liebhaber ſpricht.

— Sie hat aber Vertrauen zu mir. Würde ſie mich im entgegengeſetzten Falle wohl beauſtragt haben, Ihnen ihr Portrait einzuhändigen?

— Das iſt wahr. Sie bleiben zurück, o wie glück⸗ lich ſind Sie!

— Und Sie werden in vierzehn Tagen zurückge⸗ kehrt ſein.

— So bald als möglich.

Die Reiſenden wurden gerufen. Die beiden Freunde umarmten ſich.

Bis zur Abfahrt des Wagens blieb Triſtan an der Thür deſſelben ſtehen. Bei dem erſten Peitſchenhiebe des Poſtillons reichte Wilhelm noch einmal die Hand aus dem Wagen, und rief dem Freunde ein letztes Lebewohl zu. In dieſem Augenblicke traten dem armen jungen Manne zwei lange zurückgehaltene Thränen in die Augen. Außer dieſen beiden floß auch eine für Triſtan.

Der Wagen fuhr ab.

Wilhelm ſteckte noch zwei oder drei Mal den Kopf aus der Thür und grüßte Triſtan, der, die Hände in ſei⸗ nen Taſchen, den Rückweg antrat. Als der Wagen an