Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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wohlgenährte Dame, war voll Bewunderung für dieſe kräf⸗ tige, derbe Natur, und Wilhelm, als ein rother Koloß, liebte dieſe wohlgemäſtete Taube, die ſich ſeiner Liebe an⸗ vertraute.

Der Tag, an dem Triſtan in dem Hauſe erſchien, war übrigens einer der traurigſten in dem Leben Wilhelm's, denn in dem Neuangekommenen erblickte er das Muſter des Mannes, den er vorſtellen wollte, aber nicht erreichen konnte So vft Triſtan mit der feinen weißen Hand ſei⸗ nen ſchwarzen Schnurrbart ſtrich oder in ſeinem vollen ſchö⸗ nen Haar wühlte, welches das bleiche, regelmäßige Geſicht umfloß, ſo oft fühlte ſich der arme Wilhelm von Schmerz und Bewunderung durchdrungen. Die ſchön gefertigte Klei⸗ dung Triſtan's, die er förmlich ſtudirte, erpreßte dem ar⸗ men jungen Manne tiefe Seufzer. Da er von Herzen gut war, ſo zählte er darauf, ſich in dem neuen Hausgenoſſen einen Freund zu erwerben und von ihm die Geheimniſſe dieſer gefülligen Toilette und dieſes einſchmeichelnden Be⸗ nehmens zu erlernen. Deshalb auch konnte Triſtan ſicher ſein, ſo oft er ein Wort ſprach, Wilhelms Geſicht lächelnd und bewundernd zu finden.

Die dritte Perſon war das Kind, das ſich durch et⸗ was Beſonderes nicht auszeichnete.

Nach dem Frühſtücke wurden die Zeichnungen in Au⸗