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möglich noch röther im Geſicht wurde und ausſah, als ob er weinen wollte. Um ihn zu beruhigen, warf ihm Eu⸗ phraſia durch den Spiegel einen Blick zu, der ſagen ſollte: „Sie ſind ſchön und benehmen ſich vortrefflich;“ aber ver⸗ gebens, Wilhelm blieb traurig und conſternirt wie ein mageres Frauenzimmer, das mit entblößtem Halſe daſitzt und um ſich herum runde, volle Achſeln gewahrt. Uebri⸗ gens ſchien Wilhelm eine gute Natur zu ſein und ein zärt⸗ liches Herz voll Illuſionen zu haben. Man merkte, daß dieſe Melancholie, die über ſeine ganze Perſon ausgegoſſen lag, von der großen Maſſe Blut herrührte, die er in den Wangen und in den Händen hatte, denn das Beſtreben, dieſe gemeinen Körperreize durch einen eleganten Umſchlag zu verdecken, war nicht zu verkennen. Um die Röthe ſei⸗ nes Geſichtes matter zu machen, trug er eine weiße Hals⸗ binde, die aber ſo feſt angelegt war, daß ihm das Blut in die Wangen ſtieg, und um weniger plump und ſan⸗ guiniſch zu erſcheinen, trug er ſchwarze Kleider, die aber ſo eng waren, daß er faſt die Hände und Beine nicht be⸗ wegen konnte.
Wilhelm hatte zwar ſeine traurigen Augenblicke, er genoß aber auch ſeine Stunden des Troſtes. Madame Van⸗Dick liebte ihn und liebte ihn ſchon ſeit zwei Jahren. Sie waren eins für das andere geſchaffen. Sie, als eine


