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Verdammniß verwandelt werden, wenn i von der Wahrheit verſchwiegen habe.“
Hierauf beſtieg er das Schaffot, wo man ihn auf den Rücken legte; ſodann band man ihn mit den Händen und Füßen an die Pferde.
Das Meſſer, womit man ihm die Hand durch⸗ ſtach, war nicht daſſelbe, das er zu ſeinem Mord gebraucht hatte; dieſes zeigte der Henker dem Volk, das bei ſeinem Anblick einen Schrei der Entrüſtung ausſtieß, und dann warf er es ſeinen Knechten zu, die es in einen Sack ſteckten.
Der Verurtheilte zeigte, während ſeine Hand verbrannt wurde, ſo viel Muth, daß er ſeinen Kopf erhob um ſie brennen zu ſehen.
Nach der Verbrennung der Hand zwickte man ihn den Beſtimmungen des Urtheils gemäs. Jetzt begann der arme Sünder zu ſchreien.
Bald darauf goß man geſchmolzenes Blei, ſie⸗ dendes OHel, heißes Pech, Wachs und Schwefel in die Wunden, und der Henker ſorgte dafür, daß alles ins zuckende Fleiſch hineinkam.
Dieß war, ſagt Mathieu, der empfindlichſte Schmerz bei der ganzen Hinrichtung, und man ſah! es deutlich daran, daß der ganze Leib des Ma⸗ leficanten ſich hob, ſeine Beine zappelten und ſein Fleiſch zuckte. Aber, fügt der Geſchichtſchreiber hinzu, das konnte beim Volk kein Mitleid ervegen. Es hätte, als alles fertig war, gerne von neuem anfangen geſehen. n
Und dieß iſt ſo wahr, daß ein junger Menſch, der aus einem Fenſter im Stadthaus zuſah, als er die Unvorſichtigkeit beging zu ſagen:„Mein Gott,
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