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begangen hat, ſoll in einem Schwefelfeuer verſengt und gebraten werden; ferner ſoll auf die Stellen, wo er gezwickt worden iſt, geſchmolzenes Blei, ſieden⸗ des Oel, flammendes Pechharz, Wochs und Schwefel, Alles zuſammengeſchmolzen, gegoſſen werden. So⸗ fort ſoll ſein Körper durch vier Pferde zerriſſen und zerſtückelt, ſeine Glieder und ſein Körper vom Feuer verzehrt, zu Aſche gemacht, in die Winde geworfen, ſein Vermögen confiszirt, ſein Geburts⸗ haus niedergeriſſen, ſeine Eltern aus Frankreich verbannt und ſeine übrigen Verwandten gezwungen werden einen andern Namen anzunehmen.
Das Urtheil wurde noch am ſelben Tag voll⸗ zogen, und um die Execution zu ſehen, ſtellten ſich ſämmtliche Prinzen, vornehme Herren, Kronbeamten und Mitglieder des Staatsraths an den Fenſtern des Stadthauſes ein, während ganz Paris ſich auf dem Greveplatz zuſammendrängte.
Man hatte Anfangs daran gedacht dem Verur⸗ theilten auf derſelben Stelle, wo er den Mord be⸗ gangen hatte, die Hand zu verbrennen; doch unter⸗ ließ man dieſes in Anbetracht, daß der Platz zu eng war, daß kaum einige Perſonen dieſem Vorſpiel der Hinrichtung anwohnen könnten, und daß daſſelbe den Verbrecher allzuſehr ſchwächen würde, der all ſeiner Kräfte bedurfte um die übrigen Strafen zu ertragen.
Ehe man den Verurtheilten auf den Greveplatz führte, machte man einen letzten Verſuch mit der Tortur und legte ihm die ſpaniſchen Stiefel an. Der erſte Keil entriß ihm einen lauten Schrei, aber kein Geſtändniß. M
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