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König den Papſt bekriegen wolle, etwas Gott Wohl⸗ gefälliges zu thun geglaubt habe, wenn er Denjeni⸗ gen tödte, der ſeinen Vertreter auf Erden bebrohe.
So feſt er bei ſeinen Antworten über bieſen Punkt blieb, ſo wollte man ihm doch nicht glauben. Jeder ſchlug daher neue Torturarten vor, um die Wahrheit aus ihm herauszubringen.
Die Königin empfahl ſchriftlich einen Fleiſcher, der ſich erbot den Mörder lebendig zu ſchinden, und zwar mit ſolcher Geſchicklichkeit, daß er noch im ge⸗ ſchundenen Zuſtand die nöthige Kraft hätte um ſeine Mitſchuldigen anzugeben und ſeine Strafe zu erlei⸗ den. Der Hof bewunderte dieſes Anerbieten von Seiten einer Fürſtin, welche verlangte, alle Welt ſolle erfahren, daß die Juſtiz nichts verabſäumt habe, um dem Staatsverbrechen die gebührende Buße widerfahren zu laſſen; er pries dieſe Sorg⸗ ſamkeit einer Wittwe und Mutter, glaubte aber doch den Antrag ablehnen zu müſſen.
Ein Baumeiſter Namens Balbany, Erfinder der modernen Ciſternen, ſchlug eine eigenthümliche Tor⸗ tur vor: Man ſolle ein Loch in Form eines umge⸗ kehrten Käfigs in die Erde machen von der Art, daß die glatten glitſchigen Wände durchaus nichts Rauhes darböten, woran der Körper ſich halten könnte. Man ſolle den Verbrecher hineinſtecken, und dieſer würde dann in Folge ſeines eigenen Gewichts dermaßen zuſammenſinken, daß er mit ſeinen Schul⸗ tern zuletzt bis an die Ferſen käme; er würde dabei grauſame Schmerzen erleiden, ohne jedoch ſeine Kör⸗ perkraft zu verlieren, ſo daß man den Maleficanten nach Belieben wieder herausziehen und in vier
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