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Seufzer ausgehaucht, und er ſelbſt habe, als er noch einen Reſt von Leben geſehen, zu ihm geſagt:
„Sire, denket an Gott; ſprecht in Eurem Herzen: Jeſu, Sohn Davids, erbarme dich mein.“
Und darauf habe der König dreimal die Augen aufgeſchlagen.
Ein anderer Edelmann verſicherte Mathieu, dem Geſchichtſchreiber des Königs, daſſelbe.
Sodann fragte man den Mörder, wer er ſei und was ihn zu der Unthat bewogen habe.
Der Präſident Jeannin nahm noch an demſelben Tag ein Verhör mit ihm vor.
Man erfuhr jetzt, daß er Franz Rawaillac hieß, in Angouleme geboren und einunddreißig Jahre alt war. Seine Eltern hatten lange Zeit einen Erb⸗ ſchaftsprozeß geführt und waren durch den Verluſt deſſelben in tiefes Elend gerathen. Darauf trat er als Noviz in das Feuillantinerkloſter, mußte es aber bald wegen Geiſteskrankheit wieder verlaſſen.
Sein Wahnſinn beſtand hauptſächlich in einem wüthenden Haß gegen die Hugenotten.
Er kehrte hierauf in ſeinen Geburtsort zurück, wo er wegen Mords verhaftet und ein Jahr lang eingeſperrt wurde.
Er war im Gerichtspalaſt boshaft, im Kloſter wahnſinnig geworden und gerieth im Gefängniß in Verzweiflung.
Hier entwarf er, von religiöſen Viſionen heim⸗ geſucht, ſeinen Plan zum Königsmord.
In dieſer Abſicht machte er mehrere Reiſen von Angouleme nach Paris; ſeine letzte Reiſe hatte er an Oſtern gemacht, aber er hatte die Krönung der
Dumas, Heinrich IV. 14


