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„Bei Eurem Kopf, berührt ihn nicht, wir müſſen ihn lebendig fangen; überdieß iſt der König nicht verletzt.“
Dann packte er den Mörder bei den Händen und entriß ihm das Meſſer.
Zu gleicher Zeit verſetzte der Graf von Curſon ihm mit ſeinem Degenknopf einen Stoß auf den Hals, während der Gardecapitän Lapierre ſich ſeiner Perſon bemächtigte und ihn den Lakaien überlieferte.
Alsbald ſprang Herr von Liancourt aus dem Wagen, um ſich in das Stadthaus zu begeben und zu thun was ſeines Amtes war.
Herr de la Force eilte in das Arſenal um Herrn von Sully zu benachrichtigen. Andere endlich be⸗ gaben ſich in der größten Haſt nach dem Louvre, um für die Sicherheit des jungen Dauphin Sorge zu tragen.
Sodann ließ man den Kutſcher umkehren und fuhr nach dem Louvre zurück.
Bei der Einfahrt in den Hof rief man wie ge⸗ wöhnlich bei Unglücksfällen:
„Wein und den Wundarzt!“
Aber beide waren unnütz.
Man wußte bereits von der Verwundung, aber den Tod erfuhr man erſt als man den König aus dem Wagen hob.
Der Herzog von Montbazon, Vitry, der Marquis von Noirmoutiers und zwei oder drei Stallmeiſter, die zugegen waren, trugen ihn auf das Bett in ſeinem kleinen Kabinet.
Sein Leibarzt Petit wurde gerufen. Er behaup⸗ tete, der König habe erſt auf dem Bett ſeinen letzten


