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Catharina habe zu erfahren gewünſcht, wie es einſt ihren Kindern gehen und wer ihr Nachfolger werden würde; ſie habe alſo einen Zauberer beſchickt, der ihr einen Saal gezeigt, worin ihr jeder ihrer Söhne erſchienen ſei und eben ſo viele Gänge auf⸗ und abgemacht habe, als er Jahre regieren ſolle. Franz I war zuerſt erſchienen und hatte einen Gang gemacht; dann erſchien Carl IX und machte vierzehn Gänge; hierauf Heinrich III, der fünfzehn machte; endlich kam Heinrich von Bearn, der ein⸗ undzwanzig Gänge machte und dann verſchwand. Während der Vorbereitungen zur Krönung zeigte man dem König eine aus Spanien gekom⸗ mene Prophezeiung. Sie lautete dahin, daß ein großer König, der in ſeiner Jugend Gefangener
geweſen, im Mai ſterben würde. Aber der König
ſchüttelte den Kopf und ſagte:
„Man darf an nichts glauben was aus Spa⸗ nien kommt.“
Und gleichwohl wandte er ſich an Sully mit den Worten:
„Sully, ich habe Etwas auf dem Herzen, was
mich nicht heiter werden läßt.“ er am 1. Mai im Louvrehof gepflanzte Baum
fiel am g. deſſelben Monats ganz von ſelbſt, ſeine Krone der kleinen Treppe zugewandt.
Baſſompierre und der Herzog von Guiſe ſtan⸗ en in dieſem Augenblick an dem eiſernen Gelän⸗ der der kleinen Freitreppe vor dem Zimmer der Königin. Baſſompierre ſchüttelte den Kopf und ſagte, auf den gefallenen Baum deutend:
„Wenn wir in Deutſchland oder in Italien wä⸗ Dumas, Heinrich W. 13


