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Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
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Prinzeſſin ſo wenig verheimlichen, daß Herr von Condé zuletzt die Lunte roch und ſich mit ſeiner Ge⸗ mahlin nach Muret in der Nähe von Soiſſons be⸗ gab.

Der König war außer ſich. Er erfährt, daß der Herr Prinz mit ſeiner Gemahlin auf eine Jagd gehen will.

Er legt einen falſchen Bart an und bricht auf.

Aber der Herr Prinz wird rechtzeitig gewarnt und geht nicht auf die Jagd.

Einige Tage nachher wurden der Herr Prinz und ſeine Gemahlin von einem Landedelmann zu Tiſch geladen und fuhren hin.

Aber der Edelmann war ein Mitſchuldiger des Königs und hatte ein Loch in eine Tapete gemacht, hinter welcher Heinrich W ſich verſteckte, ſo daß er nach Herzensluſt die Dame betrachten konnte, um derenwillen er all dieſe Tollheiten beging.

Bei ihrer Ankunft war ſie von Herrn von Be⸗ neur angeredet worden, der eine Schwägerin in dieſer Gegend hatte und vorgab, daß er ſie beſu⸗ chen wolle. Er hatte einen Poſtwagen und einen Poſtillon, deſſen halbes Geſicht durch ein Pflaſter bedeckt war.

Dieſer Poſtillon war der König. Die Frau Prinzeſſin und ihre Schwiegermutter erkannten ihn ganz gut.

Der König war dem Wahnſinn nahe. Er wurde von einer wüthenden Eiferſucht gemartert; er ging zu dem Connetable und verſprach ihm goldene Berge, wenn er ſeine Tochter veranlaſſe ein Scheidungs⸗ geſuch einzureichen.