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derttauſend Thaler mit, und der König ſetzte, wie er verſprochen hatte, ſeinem Neffen eine Rente von hunderttauſend Livres aus.
Die Vermählung wurde wie eine königliche mit großen Feſten gefeiert. Es fanden Carouſſelle ſtatt, und der König ritt trotz ſeiner drei⸗ oder vierund⸗ fünfzig Jahre mit einem parfümirten Krägchen und chineſiſchen Atlasärmeln nach dem Ringe.
Baſſompierre ſeinerſeits war vor Aerger krank geworden.
Die Verheirathung der ſchönen Charlotte ſtei⸗ gerte die Liebesgluth des Königs noch immer mehr. Durch inſtändiges Bitten brachte er die Prinzeſſin ſo weit, daß ſie ſich eines Abends mit aufgelösten Haaren zwiſchen zwei Kerzen auf ihrem Balcon zeigte. Als der König ſie ſo mit ihren beinahe auf den Boden herabfallenden Haaren erblickte, da ſank er vor Wonne beinahe in Ohnmacht.
„Ach mein Gott,“ ſagte die Prinzeſſin,„der arme Mann iſt verrückt.“
So lächerlich indeß dieſe Verrücktheit ſein mag, ſo rührt ſie doch die Frauen immer ein wenig. Der König brachte daher auch die Prinzeſſin ſo weit, daß ſie ſich von einem ſehr berühmten Maler Na⸗ mens Ferdinand heimlich für ihn malen ließ.
Baſſompierre, der ſich ohne Zweifel in der Hoff⸗ nung, daß etwas für ihn abfallen werde, zum Ver⸗ trauten und Boten dieſer heißen Liebe gemacht hatte, trug das Portrait noch ganz naß fort, ſo daß man es mit friſcher Butter einreiben mußte, damit es ſich nicht verwiſchte.
Uebrigens konnte der König ſeine Liebe zur


