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Der Connetable ging zu ſeiner Tochter und be⸗ ſtimmte ſie dazu. Man machte dem armen Kinde weiß, ſie werde Königin werden.
Der Herr Prinz erfuhr, was im Werke war, ſagte ſeiner Gemahlin, er wolle ſie nach Paris zu⸗ rückbringen, und ließ ſie in eine achtſpännige Karoſſe ſteigen, fuhr aber dann mit ihr nach Brüſſel; er hielt unterwegs nirgends an, ſondern ſpeiste und ſchlief in ſeinem Wagen.
Sie waren am 1. December abgereist und ka⸗ men am 3. in Brüſſel an.
Der König ſpielte in ſeinem Kabinet, als er dieſe Nachricht von zwei Seiten zugleich erfuhr, von Delbene und dem Scharwachenhauptmann.
Er ſtand ſogleich vom Spiele auf, ließ Baſſom⸗ pierre ſein Geld und flüſterte ihm ins Ohr:
„Ach, mein Freund, ich bin verloren. Der Herr Prinz entführt ſeine Frau; der Kerl wird ſie ſicher⸗ lich in einem Wald umbringen oder wenigſtens über die Gränze führen.“
Dann ließ er ſogleich ſeinen Rath zuſammenru⸗ fen, um ihn zu fragen, was in dieſem mißlichen Falle zu thun ſei.
Der Präſident Jeannin, Sully, Villeroi und der Kanzler Bellidvre bildeten den Rath, dem dieſe Frage vorgelegt wurde. Bellidvre meinte, der Kö⸗ nig ſolle ein Edikt erlaſſen; Villeroi, man ſolle die Sache mit Depeſchen und Unterhandlungen ausma⸗ chen; Jeannin, man ſolle das Ereigniß zu einem Kriegsfall mit den Niederlanden machen; Sully, man ſolle ſchweigen und gar nichts thun.


