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Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
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ſer Gelegenheit mußten die Tänzerinnen an der Thüre des Königs vorbeikommen; aber der König verſchloß dieſelbe. 2

Eines Tags jedoch verſchloß er ſie nicht ſo her⸗ metiſch, daß er nicht Fräulein von Montmorency hätte vorbeikommen ſehen. Er ſchloß ſie jetzt nicht wieder, ſondern öffnete ſie vielmehr wagenweit um das Fräulein auch bei ihrer Rücktehr zu ſehen.

Tags darauf that er noch mehr und ging ſelbſt in die Probe.

Nun waren die Damen als Nymphen gekleidet und hatten vergoldete Wurfſpieße in den Händen.

Eine der Balletfiguren beſtand darin, daß ſie die Wurfſpieße erhoben, wie wenn ſie dieſelben ſchleudern wollten. Fräulein von Montmorency be⸗ fand ſich juſt dem König gegenüber, als ſie ihren

Wurfſpieß erhob, und es ſah aus, als ob ſie ihn

damit durchbohren wollte.

Der König geſtand ſpäter, ſie habe die Bewe⸗ gung mit ſolcher Grazie ausgeführt, daß es ihm in der That geſchienen habe, er ſei ins Herz ge⸗ troffen, und zwar ſo tief, daß er beinahe in Ohn⸗ macht gefallen ſei.

Von dieſem Augenblick an verſchloß der König ſein Zimmer nicht mehr. Von der Gräfin von Mo⸗ ret war keine Rede mehr, und er ließ die Königin Alles thun was ſie nur wollte.

Das Ballet fand ſtatt und gehörte zu den ſchön⸗ ſten, die man je geſehen hatte. Es wurde von zwölf Damen gebildet.

Fräulein von Montmorency hatte nicht blos die Augen des Königs auf ſich gezogen und ſie gefeſſelt,

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