Druckschrift 
Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

X

178

Tod ſagte, er wiſſe nicht einmal, wo derſelbe liege, beſaß der Marſchall Alles was er brauchte, um gut zu leben und gut zu ſterben.

Er ſtarb daher auch gut, nachdem er gut ge⸗ lebt hatte.

Er verſchied in Provins auf einer Rückreiſe nach Paris, und zwar entſchlummerte er ſo ſanft, daß man ihn in derſelben Lage fand, worin er ge⸗ wöhnlich geſchlafen hatte: eine Hand auf dem Kiſ⸗ ſen unter dem Kopfe und die Knie hinaufgezogen.

Sein Todeskampf hatte nicht einmal den Ein⸗ fluß gehabt, daß ſeine Beine ſich ſtreckten.

XII.

Mittlerweile kam es mit all' dieſen Händeln, die der König jeden Augenblick mit der Marquiſe von Verneuit auszufechten hatte, ſo weit, daß er allmählig kälter gegen ſie wurde, und es bedurfte nur einer Veranlaſſung, ſo konnte dieſe mit ſo vie⸗ len Unruhen verbundene Liebe gänzlich aus ſeinem Herzen entfliegen.

Dieſe Veranlaſſung ſtellte ſich bald ein.

Im Februar 1609 gab die Königin Mutter ein Ballet, bei welchem ſie die ſchönſten Damen des Hofes verwendete.

Zu dieſen gehörte Charlotte Margarethe von

Montmorency, ein allerliebſtes Kind, das ſo eben

ſein vierzehntes Jahr erreicht hatte. „Unter dem ganzen Himmel,“ ſagt Baſſompierre in ſeinen Memoiren,„gab es nichts Schöneres,

———„