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Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
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„ich möchte doch ſehen, was Ihr thätet, wenn man Euch zu Fräulein von Entragues ins Bett legte.“

Trotz aller Verliebtheit bekam das Fräulein von dem Marſchall einen Sohn, welchen man lange Zeit Abbé von Baſſompierre nannte, der aber ſpäter den Namen Abbé von Faintes annahm. Sie wollte jetzt den Marſchall zum Heirathen nöthigen, wie ihre Schweſter den König hatte nöthigen wollen⸗

Als man nun bei der Königin von der Sache ſprach, da machte der Rath Beautru, der ſpäter eines der erſten Mitglieder der franzöſiſchen Aka⸗ demie wurde, obſchon er nie etwas geſchrieben hat, hinter Baſſompierres Rücken Hörner.

„Was macht Ihr denn da?“ fragte die Königin.

„Oh, achtet nicht darauf, Madame,“ antwortete Baſſompierre, der ihn in einem Spiegel beobachtet hatte,„Beautru zeigt blos Alles was er trägt.“

Es kam zu einem Prozeſſe, aber Fräulein von Entragues verlor ihn.

Man erinnert ſich des famöſen Ballets, bei welchem der päpſtliche Nuntius ſeine Meinung über die weibliche Schwadron ausſprach, die Heinrich 1W ihm zeigte und ſie als äußerſt gefährlich bezeichnete:

aſſompierre tanzte einen Pas darin.

Im Augenblick, wo er ſeine Toilette machte, meldete man ihm, daß ſeine Mutter geſtorben ſei.

„Ihr täuſchet Euch,“ antwortete er,„ſie wird erſt geſtorben ſein, wenn das Ballet vorüber iſt.“ „ WMit einem ſo bequemen Herzen, daß er das Ende des Ballets abwarten konnte, um ſeine Mut⸗ ter zu beweinen, mit einem ſo gefälligen Magen, daß Baſſompierre noch einen Monat vor ſeinem

Dumas, Heinrich IV. 12