Druckschrift 
Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

176

wie wenn er etwas an der Decke ſuchte,„ich möchte in Nanterre ſein.“

Er wär der Liebhaber, vielleicht ſogar der Ge⸗ mahl der Prinzeſſin von Conti.

Herr von Vendome ſagte eines Tags zu ihm:

„Unter dieſen Umſtänden müßt Ihr noch zur Partei des Herrn von Guiſe übertreten.“

„Warum das?“

„Weil Ihr der Liebhaber ſeiner Schweſter ſeid.“

„Ah bah,“ antwortete Baſſompierre,„ich bin der Liebhaber aller Eurer Tanten geweſen und liebe darum doch Euch nicht.“

Er war auch der Liebhaber des Fräuleins von

Entragues, der Schweſter der Frau von Verneuil, geweſen, und zwar juſt in dem Augenblick, wo Hein⸗ rich W ſich in dieſe Schweſter ſeiner Maitreſſe verliebte. Der Scharwachenhauptmann Teſtu war in dieſem Augenblick der Liebesbote des Königs. Eines Tags, als Baſſompierre bei Fräulein von Entragues war und Teſtu kam, um mit ihr zu ſprechen, verſteckte ſie Baſſompierre hinter einer Tapete, und als Teſtu von der Eiferſucht des Kö⸗ nigs auf den Marſchall ſprach, ſagte Fräulein von Entragues, die eine Reitgerte in der Hand hielt: „Baſſompierre! warum nicht gar, er iſt mir ſo gleichgültig wie dieſe Reitgerte da.“ So ſprechend ſchlug ſie mit ihrer Reitgerte juſt an den Platz, wo Baſſompierre ſich verſteckt hatte. Eines Tags machte der Pater Coton, der Beicht⸗ vater des Königs, ihm Vorwürfe darüber, daß er ſeine Leidenſchaften nicht mehr zu bewältigen wiſſe. „Ach, Pater Coton,“ antwortete Heinrich 1V,

ter