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„Dann?“
„Nun dann hätte ich, das geſtehe ich Euch, mit dem größten Vergnügen gerufen: die Königin trinkt.“
Heinrich IV konnte es ſich nicht verſagen den Witz weiter zu erzählen, und ſo gelangte er zu den Ohren der Königin.
Wenn die Königin wirklich ein zärtliches Ver⸗ hältniß mit Baſſompierre hatte, ſo muß es ſich aus dieſer Zeit herſchreiben.
Und man muß geſtehen, daß es ſehr entſchuldbar war, denn Heinrich war, wie man aus dem Bis⸗ herigen erſehen hat, ein ſehr ungetreuer Gatte, und Baſſompierre war, wie man demnächſt ſehen wird, ein höchſt charmanter Mann.
Im Zeitpunkt, wo wir jetzt angelangt ſind, d. h ums Jahr 1606, war Baſſompierre ein ſchöner Edelmann von ſiebenundzwanzig Jahren.
Er war am 12. April 1579 geboren und ſtammte aus einem guten Haus, das ſeinen Namen von einer zwiſchen Frankreich und Luremburg gelegenen Herrſchaf führte. Dieſe Herrſchaft hieß auf deutſch Belſtein und auf franzöſiſch Baſſompierre.
Ueber ſeine Familie mütterlicherſeits ging eine ſeltſame Sage.
Ein Herr von Orgevilliers war mit einer Gräfin von Kinspein verheirathet und hatte von ihr drei Töchter. Eines Tags, als er von der Jagd zurück⸗ kam, wollte er in einem oberhalb dem Hausthore gelegenen Zimmer, das ſeit langer Zeit nicht ge⸗ öffnet worden war, einige Geräthſchaften fuchen
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