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Drei Monate ſpäter lebte der König mit Frau von Verneuil wieder ſo vertraulich, wie wenn gar nichts vorgefallen wäre; nur hielt er es vor ſeiner Gemahlin geheim.
Aber üicerweie konnte es nicht lange bis Hof Alles erfuhr.
Der König ſchlief mit der Königin in demſelben Bett, und wenn er nach Verneuil gehen wollte, mußte er alſo auswärts ſchlafen.
Die Königin ſchickte ihrem Gemahl Späher nach und erfuhr, wohin er ging.
Sie war ſchon vorher wüthend und wurde durch dieſen neuen Umſtand noch mehr erbittert.
Im Jahr 1606 wären der König und die Kö⸗ nigin, als ſie in Begleitung des Herzogs von Mont⸗ penſier und der Prinzeſſin von Conti nach St. Ger⸗ main en Laye fuhren, beinahe durch einen Un⸗ glücksfall ums Leben gekommen.
Ihre Pferde wurden bei der Ueberfahrt auf der Fähre ſcheu und warfen den Wagen in den Fluß. Es fehlte wenig, ſo wäre die Königin er⸗ trunken.
Auf dem Heimweg beſuchte der König die Marquiſe.
„Ah!“ ſagte dieſe, als ſie das Ereigniß erfuhr, „wenn ich dabei geweſen wäre!“
„Nun ja, meine Liebe,“ fragte Heinrich IV, „wenn Ihr dabei geweſen wäret, was wäre dann geſchehen?“
„Ich wäre ſehr in Angſt geweſen bis ich Euch gerettet geſehen hätte.“
„Und dann?“


