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dem König von Navarra einige Tage nach ſeiner Geneſung Frau von Guercheville in den Weg, und nun verliebte er ſich in dieſe.
Die ſchöne Coriſande bemerkte die Veränderung, die im Herzen ihres Geliebten vorging, weil ſie auf einmal ganz vergeſſen wurde. Sie ſchickte ihren Vetter, den Marquis von Parabere, an ihn ab und ließ fragen, wie ſie dieſes Schweigen zu deuten habe. Heinrich geſtand mit ſeiner gewöhnlichen Treuher⸗ zigkeit ſeine neue Liebe ein, aber obſchon er ſein Unrecht anerkannte, weigerte er ſich doch es wieder gut zu machen, und ließ der Gräfin von Guiche blos ſagen: wenn ſeine Achtun gund ſeine Freund⸗ ſchaft ihr genügen können, ſo ſolle ſie ſich niemals über ihn zu beklagen haben.
Die Gräfin von Guiche kannte Heingich. Sie wußte, daß nach einer ſolchen Erklärung nichts mehr von ihm zu hoffen war. Sie ergab ſich alſo in ihr Schickſal und acceptirte dieſe Achtung und Freund⸗ ſchaft, welche der König von Navarra ihr anbot und wirklich auch ſein ganzes Leben lang bewahrte.
Nun aber ging es Heinrich mit ſeiner neuen Liebe ſonderbar; der ungetreue Liebhaber der Grä⸗ fin von Guiche ſtieß nämlich bei Frau von Guer⸗ cheville auf denſelben Widerſtand, den er fünfzehn Jahre früher bei Fräulein von Tignonville gefun⸗ den hatte.
Heinrich bot die Che an, wie ſie heutzutage ein Student einer Griſette anbieten könnte, die er verführen will; aber die Marquiſe antwortete ihm, als Wittwe eines einfachen Edelmanns wiſſe ſie recht wohl, daß ſie kein Anrecht auf eine ſolche Ehre


