Man wird ſogleich ſehen, daß er ſelbſt im Au⸗ genblick des Todes an ſie dachte.
Im Januar 1589 belagerte der Herzog von Nevers Garnache, ein Städtchen in Unterpoitou.
Heinrich eilte herbei um die Stadt zu entſetzen, und
da es ſehr kalt war, ſo ſtieg er vom Pferd; bei dieſer Gelegenheit erhitzte er ſich zuerſt, dann er⸗ kältete er ſich, ſo daß er am neunten krank wurde und am dreizehnten ſterben zu müſſen glaubte.
Am fünfzehnten ſchrieb er an die Gräfin von Guiche:
„Yerre hat wegen meiner Krankheit, von der ich, Gott ſei Dank! wiederhergeſtellt bin, nicht ab⸗ geſchickt werden können. Ihr werdet bald von mir eben ſo gut ſprechen hören wie in Niort. Ich kann nicht ſchreiben. Wahrhaftig mein Herz, ich habe den Himmel offen geſehen, aber ich war nicht wür⸗ dig hineinzukommen. Gott will ſich meiner noch bedienen. In zweimal vierundzwanzig Stunden war ich ſo herabgekommen, daß man mich hätte in das Grabtuch wickeln können; Ihr hättet Mitleid mit mir gehabt. Hätte meine Kriſis zwei Stunden länger gedauert, ſo wäre ich ein Fraß der Würmer geworden. Eben erhalte ich Nachrichten von Blois. Zweitauſend fünfhundert Mann unter Saint⸗Pol waren von Paris ausmarſchirt, um Orleans zu Hülfe zu kommen. Die Truppen des Königs haben ſie dermaßen zuſammengehauen, daß man glaubt, Orleans werde in zwölf Tagen genommen werden. „Ich ſchließe, weil ich unwohl bin.
„Guten Tag, meine Seele.“ Zum Unglück für die Gräfin von Guiche kam


