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Mittlerweile ſtarb der Herzog von Alencon ganz plötzlich in Chateau⸗Thierry.
Ratürlich glaubte Jedermann, er ſei vergiftet worden.
Der Krieg entbrannte von Neuem.
Dieſesmal hatte es Heinrich von Navarra mit zwei Feinden zu thun: mit ſeinem Schwager Hein⸗ rich IIl und mit der Königin Margareth.
Dieſe hatte ſich, wie wir bereits geſagt, in ihre gute Stadt Agen zurückgezogen, aber ihre mehr als leichtfertige Aufführung zog ihr die Verachtung der Einwohner zu, denen ſie ſich zu gleicher Zeit durch ihre Erpreſſungen verhaßt machte.
Die Bürger von Agen ſchickten Boten an den König von Navarra ab, und ließen ihn erſuchen, er möchte ein kleines Truppenkorps ſchicken, um ihre Stadt zu nehmen; ſie ſelbſt würden von Her⸗ zen gern die Hand dazu bieten.
Heinrich ſchickte alſo Herrn von Matignon ab, und die Stadt wurde ſo ſchnell eingenommen und erobert, daß die Königin von Navarra nur noch Zeit hatte ſich hinter einem Ebelmann Namens Lig⸗ nerac auf das Pferd zu ſetzen und in aller Eile zu entfliehen. Frau von Duras ſaß hinter einem andern Edelmann. So legten die Flüchtlinge in zwei Tagen vierundzwanzig Meilen zurück und be⸗ gaben ſich dann nach Carlat, einer auvergniſchen Gebirgsfeſtung, wo ein Bruder Ligneracs comman⸗ dirte und der Königin eine Zufluchtsſtätte anbot.
Sie wurde in dieſem Augenblick zu gleicher Zeit
von ihrem Bruder und ihrem Gemahl verfolgt.
Die Einwohner von Carlat zeigten ſich eben ſo


