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Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
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die eben ſo unverkennbar das Gepräge der Wahr⸗ heit trugen, wie das Schreiben Heinrichs III das Gepräge der Lüge trug.

Der König von Navarra ſchickte ſogleich Du⸗ pleſſis⸗Mornay an den franzöſiſchen Hof ab, um Heinrich lll auf's Dringendſte zu erſuchen, daß er ihm die Urſache der Beſchimpfung, welche er der Königin Margareth und ihren Frauen angethan, mittheilen und zugleich als guter Herr die Schritte bezeichnen möchte, die er zu thun habe.

Heinrich III gebrauchte Ausflüchte und man er⸗ langte keine Genugthuung.

Margareth ſetzte alſo ihre Reiſe nach Nerac fort, wo ihr Gemahl ſie vor den Stadtthoren empfing.

Aber ſie hatte zu den alten Vergehungen, die ihr Gemahl ihr ſchon früher vorzuwerfen gehabt, noch neue gefügt, und in Folge eines Streites, worin ihr Ge⸗ mahl ſie beſchuldigte, daß ſie von Jakob Chevalon ein Kind gehabt habe, zog ſich Margareth nach Agen zurück, einer Stadt, welche ihr ſelbſt gehörte, da man ſie ihr als Heirathgut geſchenkt hatte.

Das Schlimmſte dabei war, daß das Kind wirk⸗ lich vorhanden war: dieſer Sohn, welchen Baſſom⸗ piere den Vater Erzengel und Dupleix den Vater Engel nennt, wurde ſpäter Kapuziner, Beichtvater der Marquiſe von Verneuil, und einer der hart⸗ näckigſten Agenten jener Verſchwörung, in welcher Heinrich IV beinahe ſein Leben gelaſſen hätte, und in Folge deren der Graf von Auvergne und Herr von Entragues zum Tod verurtheilt wurden.

Es verſteht ſich von ſelbſt, daß Heinrich W ſie begnadigte.