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Gleichwohl war es eine Verlegenheit. Die Foſ⸗ ſeuſe gehörte zu den Damen der Königin, und ſämmt⸗ liche Damen der Königin ſchliefen in dem ſoge⸗ nannten Fräuleinzimmer.
Die Gefälligkeit der guten Margareth rettete jedoch die beiden Liebenden aus ihrer Verlegenheit. Laſſen wir die Königin ſelbſt das Abenteuer er⸗ zählen.
„Die Wehen ſtellten ſich eines Morgens mit Tagesanbruch bei dem Fräulein ein, als ſie im Fräuleinzimmer lag. Sie ließ meinen Arzt holen und erſuchte ihn den König, meinen Gemahl, zu be⸗ nachrichtigen, was er auch that. Wir Damen la⸗ gen Alle in einem und demſelben Zimmer in ver⸗ ſchiedenen Betten, wie wir es gewohnt waren. Als der Arzt dem König dieſe Nachricht brachte, gerieth er ſehr in die Klemme und wußte nicht was er thun ſollte, denn auf der einen Seite fürchtete er, die Sache möchte entdeckt werden, auf der andern das Fräulein möchte nicht die nöthige Hülfe empfangen; denn er liebte ſie ſehr. Endlich beſchloß er mir Al⸗ les zu geſtehen und mich um Beiſtand für das Fräulein zu erſuchen, da er wohl wußte, daß er mich, was auch geſchehen ſein mochte, ſtets bereit finden würde ihm in jeder Beziehung gefällig zu ſein. Er öffnete meinen Vorhang und ſagte zu mir: Meine Liebe, ich habe Euch etwas verhehlt, was ich Euch jetzt geſtehen muß; ich bitte deßhalb um Ent⸗ ſchuldigung; aber thut mir den Gefallen ſogleich aufzuſtehen und der Foſſeuſe Hülfe zu bringen, die ſehr unwohl iſt. Ihr wißt wie ſehr ich ſie liebe; ich bitte Euch, thut mir dieſen Gefallen.“


