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Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
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ſagte ſie:„Dieſes arme Mädchen leidet ſehr, aber ſie hat auch viel Böſes gethan.“

Dieß war ihre Leichenrede.

Ihre Nochfolgerin war Francisca von Mont⸗ morency⸗Foſſeux, bekannter unter dem Namen die ſchöne Foſſeuſe.

Man muß in den Memoiren Margareths die Schilderung leſen, welche ſie von dem reizenden kleinen Hof in Nerac entwirft; dem heikelſten Koſt⸗ verächter kann dabei das Waſſer in den Mund kom⸗ men. Er beſtand aus dem ſchönſten und Galante⸗ ſten was der Süden vorzuweiſen hat. Margareth von Navarra und Catharina, die Schweſter Hein⸗ richs IV, waren ſeine Königinnen. Es war dieß ein eigenthümliches Gemiſch von Katholiken und Proteſtanten; aber für den Augenblick hatten die Religionskriege aufgehört. Die Einen gingen mit dem König von Navarra in die Predigt, die An⸗ dern mit Margareth in die Meſſe, und da der Tem⸗ pel durch eine allerliebſte buſchreiche Promenade von der Kirche getrennt war, ſo traf man ſich in köſtlichen Myrten⸗ und Lorbeeralleen unter Gruppen von grünen Eichen und Meerkirſchenbäumen. Sobald man einmal da war, vergaß man dann Predigt und Meſſe, Luther und Papſt, und opferte, wie man da⸗ mals zu ſagen pflegte, einzig und allein dem Lie⸗ besgott.

Die ſchöne Foſſeuſe opferte ihm mit ſolchem Er⸗ folg, daß ſie ſchwanger wurde.

Glücklicherweiſe beſchäftigte Margareth ſich da⸗ mals ſehr mit dem Vicomte von Turenne und küm⸗ merte ſich ſehr wenig um Das was ihr Gatte that.

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