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Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
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gab er ſich nicht einmal mehr die Mühe wegen einer ſolchen Kleinigkeit zu erröthen. Inzwiſchen wollen wir eine Anekdote erzählen, die auf einige Jahre ſpäter fällt.

„Eines Nachts,“ ſagt d'Aubigné,„als ich mit dem Herrn de la Force— demſelben Caumont, der ſich in der Bartholomäusnacht auf wunderbare Weiſe gerettet, deſſen Abenteuer Voltaire in ſo ſchlech⸗ ten Verſen beſchrieben hat, und der im Jahr 1652 dreiundneunzig Jahre alt als Marſchall von Frank⸗ reich ſtarb— eines Nachts, als ich mit Herrn de la Force in der Garderobe meines Herrn ſchlief, ſagte ich zu wiederholtenmalen zu ihm:„La Force, unſer Herr iſt doch ein gemeiner Knicker und der undankbarſte Kerl auf dem ganzen Erdboden.“ Mein Camerad, der halb eingeſchlafen war, fragte:„Was ſagſt Du, d'Aubigné?“ Der König, der das Geſpräch gehört hatte, antwortete ſtatt ſeiner:„Er ſagt, ich ſei ein ganz gemeiner Knicker und der undankbarſte Kerl auf dem ganzen Erdboden. Was für einen harten Schlaf Ihr doch habt, la Force!“ Worüber, fügt d⸗Aubigné von ſich ſelbſt ſprechend hinzu, der Stallmeiſter etwas verblüfft wurde. Aber ſein Herr machte ihm darum am folgenden Tag kein böſes gab ihm jedoch auch keinen Viertelthaler mehr.“

Dieſes iſt ein von Meiſterhand geſchilderter Charakterzug Heinrichs IV.— Hab Dank, d'Aubigné.

Die Geſchichte Heinrichs IV iſt eine lange Auf⸗ zählung ſeiner Liebeshändel und ſeiner Freundſchaf⸗ ten: nur findet man ihn in der Freundſchaft beſtän⸗ dig undankbar und in der Liebe flatterhaft.