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Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
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großen Dingen ziemlich laſterhaft war und aus Laune vielleicht einen ſolchen Dienſt einem Cameraden nicht abgeſchlagen hätte, empörte ſich dermaßen über den Namen, den man ihm aufheften, und das Amt, das man ihm aufbürden wollte, daß ſelbſt die maß⸗ loſen Liebkoſungen ſeines Herrn, ja ſogar ſein fle⸗ hendes kniefälliges Bitten und Händeringen ihn nicht zu rühren vermochten.“

Der König von Navarra wurde alſo abgewieſen und ſah ſich genöthigt zu Frau von Sauve zurück⸗ zukehren.

Dieſe war übrigens eine allerliebſte Nothhülfe.

Charlotte von Beaune von Semblangay, Frei⸗ frau von Sauve, war nicht blos eine der ſchönſten, ſondern auch eine der verführeriſchſten Damen des Hofes, und man darf nicht glauben was Margareth in ihren Memoiren von ihr ſagt, denn ſie war zwei⸗ mal die Nebenbuhlerin der Königin, zuerſt bei dem Herzog von Alengon und dann bei Heinrich von Navarra. Sie war die Enkelin des unglücklichen Semblangay, der unter Franz 1 hingerichtet wurde,

und hatte ihren reizenden Titel Freifrau von Sauve von Simon von Fizes, Baron von Sauve, ihrem Gatten.

Es fiel ihr gar nicht ein Widerſtand zu leiſten

wie die junge Tignonville: Widerſtand lag nicht in

den Gewohnheiten dieſer Dame; ſie war die erklärte Maitreſſe des Königs von Navarra, ſo lange er mit dem Herzog von Alencon in dem Louvre con⸗ ſignirt war, und ihre Liebe it daß dem Gefan⸗ genen, ja man verſichert ſogar allen beiden die Stun⸗ den der Haft ſchneller entſchwanden.