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Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
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Mädchen des Reichs, ein Chörchen, das ſich nach der Verſicherung Brantomes zuweilen auf dreihundert Köpfe belief.

Dieſe famöſe fliegende Schwadron, von welcher die Memoiren und Flugſchriften jener Zeit ſo viel zu erzählen wiſſen, war ein gewaltiges Verführungs⸗ mittel für die Königin Catharina von Medici.

Freilich hat Alexander der Gemahlin und den

Töchtern des Darius; Scipio jener ſchönen Spa⸗ nierin, der Braut des Allutius, deren Ramen die Geſchichte uns aufzubewahren vergeſſen hat; Auguſtus der Kleopatra und Napoleon der ſchönen Königin Luiſe von Preußen wacker widerſtanden. Aber wie ſollte ein Mann, ſei er nun General, König oder Kaiſer, einer Schwadron von dreihundert Frauen⸗ zimmern widerſtehen können, von denen eine ſchö⸗ ner und verführeriſcher war als die andere, und die dem Commando eines Feldherrn wie Catharina von Medici gehorchten?

Wahrlich ein Mann von dem Temperament Heinrichs IV, deſſen Haupttugend nicht in der Ent⸗ haltſamkeit beſtand, mußte da erliegen.

Er erlag auch.

Der ſchönen Dayelle wurden die Ehren des Triumphes zu Theil.

Sie war eine Griechin aus der Inſel Cypern, von jenem Eiland, das vor bald dreitauſend Jah⸗ ren der Liebesgöttin ihren Namen Cypris gegeben. Als Kind hatte ſie auf den Ruinen von Amathunt, von Paphos und von Idalia geſpielt, und als im Jahr 1571 die Stadt von den Türken eingenom⸗ men und geplündert worden, hatte ſie ſich glücklich