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Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
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Wenn man Brantome glauben darf, ſo war die⸗ ſer Du Guaſt der vollkommenſte Mann ſeiner Zeit. Freilich war Du Guaſt der Günſtling Hein⸗ richs III, und Brantome, die eingefleiſchte Schmei⸗

helei, ſchmeichelte dem Günſtling noch über das

Grab hinaus; lebte ja doch der König noch.

Du Guaſt wurde einige Tage nach der Abreiſe Heinrichs 1V in ſeinem eigenen Hauſe, wo er krank lag, von Wilhelm Dubrat, Baron von Viteaux, er⸗ mordet.

Desportes, Verfaſſer der allerliebſten Villanelle Roſette, welche der Herzog von Guiſe fünf Mi⸗ nuten vor ſeiner Ermordung ſang, hat auf dieſen Meuchelmord ein recht hübſches Sonnett gemacht.

Ob nun bei Margareth die Lebe zu ihrem Gat⸗ ten wiedererwachte oder ob ſie in den politiſchen Streitigkeiten erdrückt zu werden befürchtete, kurz, ſie verlangte zum allgemeinen Erſtaunen, daß man ſie zu Heinrich IW nach Guyenne gehen laſſez der König verweigerte ihr aber dieſen Wunſch unter dem Vorwand, er wolle nicht, daß ſeine Schweſter mit einem Ketzer lebe.

Erſt als die Königin Mutter beſchloß ſelbſt nach Guyenne zu gehen, um mit Heinrich IV zu unter⸗ handeln, erlangte Margareth die Erlaubniß ſie auf dieſer Reiſe zu begleiten.

Aber die Königin Mutter ſcheint zu wenig auf die Reize ihrer verführeriſchen Tochter gerechnet zu haben, denn ſie nahm ihre fliegende Schwadron, wie ſie es nannte, mit, d. h. eine Schwadron der hübſcheſten

Dumas, Heinrich IW. 3