Druckschrift 
Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

32

ihrer Beſtürzung fliehenden Dienern des Schloſſes begegneten. Dieſe erzählten ihnen Alles, die Offi⸗ ciere jagten ſpornſtreichs mit ihren Leuten in der bezeichneten Richtung dahin und erſchienen auf dem Platz in dem Augenblick, wo die Thorigny bereits vom Pferde gehoben war und nach dem Fluſſe hin⸗ getragen wurde.

Es verſteht ſich von ſelbſt, daß ſie gerettet ward.

Heinrich IV war abgereist, ohne ſeine Gemahlin davon in Kenntniß zu ſetzen und ohne ihr Lebewohl zu ſagen; aber kaum war er in Guyenne angelangt, ſo ſchrieb er ihr, ſagt der Verfaſſer der geſchicht⸗ lichen und kritiſchen Memoiren, einen ſehr freundlichen Brief und erſuchte ſie um ihre Verwen⸗ dung bei dem König, ſowie um Nachrichten vom Hof, damit er ſein Benehmen darnach einrichten könne.

Die gute Königin Margareth verzieh Alles und vermittelte die Angelegenheiten ihres Bruders, des Herzogs von Alencon, ſowie ihres Gatten, des Kö⸗ nigs von Navarra, ließ jedoch, wie man verſichert, bei dieſer Gelegenheit ihren Feind Du Guaſt er⸗ morden. Die Anklage iſt hart, aber die Sache war zu jener Zeit ganz und gar nicht ſelten, und der Meuchelmord war vollkommen an der Tages⸗ ordnung.

Man höre übrigens was Margareth in ihren Me⸗ moiren von dieſem Du Guaſt ſagt:

Du Guaſt war in Folge eines Gottesurtheils getödtet worden, als er ein Schwitzbad nahm. Wie er denn auch ein durch alle Arten von Unflath ver⸗ dorbener Körper war, welcher der Fäulniß überge⸗ ben wurde, die ihn ſeit langer Zeit ergriffen hatte

d

h di

de n