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Das war für Margareth ein großer Kummer, und Heinrich 1W ſelbſt hatte viel darunter zu lei⸗ den. Man ſehe nur was die Königin von Navarra in ihren Memoiren darüber ſagt:
„Ich verbannte jetzt alle Klugheit, gab mich meinem Verdruß hin und konnte mich nicht mehr zwingen dem König, meinem Gemahl, ein freundli⸗ ches Geſicht zu zeigen; ſo daß wir nicht mehr bei⸗ ſammenwohnten und nicht mehr miteinander ſprachen.“
Zum Glück dauerte dieſer gezwungene Zuſtand nicht lange.
Am 15. September 1575 entwiſchte der Herzog von Alengon, und kurze Zeit nachher war der Kö⸗ nig von Navarra, der eine Jagd in der Gegend bon Senlis vorſchützte, ſo glücklich daſſelbe auszu⸗ ühren.
König Heinrich III— der nach Carls IX Tod aus Polen zurückgekehrt war und jetzt regierte, war wüthend. Er beſann ſich, auf wen er ſeinen Zorn fallen laſſen ſollte.
Die arme Thorigny befand ſich in ſeiner Gewalt. Er behauptete— mit welchem Recht weiß ich frei⸗ lich nicht— das Fräulein habe die doppelte Flucht unterſtützt, und ſchickte Leute nach dem Hauſe ihres Vetters, um ſie in einem Fluß, der ein paar hun⸗ dert Schritte von dem Hauſe hinweg floß, zu erſäu⸗ fen. Die Unglückliche war ſehr ſchlimm daran. Die Reiter hatten ſich zuerſt des Schloſſes, ſodann ihrer Perſon bemächtigt und banden ſie eben auf das Pferd, das ſie forttragen ſollte, als zwei Officiere des Herzogs von Alencon, la Ferté und Aventigny, die ſich zu dem Prinzen begeben wollten, den in


