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Und dieſer gute König Heinrich, deſſen vortreff⸗ liche Eigenſchaften wir trotz der Maſſe ſeiner Lob⸗ reder noch nicht alle kennen, macht dazu folgende Bemerkung:
„Was werdet Ihr zu meiner Gefälligkeit ſagen, Ihr griesgrämige Eheherrn? Fürchtet Ihr nicht, Eure Frauen werden Euch davon laufen und zu mir kommen, weil ich ein ſolcher Freund der Natur bin, oder werdet Ihr vielleicht dafür halten, es ſtecke eine gewiſſe Niederträchtigkeit dahinter? Ihr hättet Recht dieß anzunehmen, und ich müßte es Euch ge⸗ ſtehen, wenn ich Euch nicht zu bedenken geben müßte, daß ich damals mehr Naſe als Königreich und mehr Worte als Geld beſaß.“
Dann fügt dieſer Fürſt, der während ſeines ganzen geiſtreichen Gascognerlebens alle Umſtände ſo gut auszubeuten wußte, noch Folgendes hinzu:
„Die Rückſicht auf dieſe Dame, ſo wie ſie iſt, erweichte ihre Brüder und die Königin Mutter, die ſehr gegen mich erbittert waren. Ihre Schönheit zog eine Menge Edelleute zu mir her, und ihre Schönheit feſſelte ſie, denn es gab keinen Sohn aus gutem Hauſe und keinen artigen Geſellen, der nicht einmal in ſeinem Leben Diener der Königin von Navarra geweſen wäre, welche Niemand abwies, ſondern gleich den öffentlichen Almoſenſtöcken von Jedem ſeine Opfergabe annahm.“
Geſtehen wir, daß wir als pure und ſimple Ge⸗ ſchichtſchreiber uns großer Härte und Grauſamkeit ſchuldig machen würden, wenn wir der ſchönen Mar⸗ gareth dieſe allerliebſten Sünden, für welche ihr


