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Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
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als nöthig war, und ihre Aermel im Verhältniß; um ſich eine ſchönere Taille zu geben, trug ſie an beiden Seiten ihres Körpers einen Zinnapparat, der ihren Hüften mehr Umfang verlieh. Es gab viele Thüren, durch welche ſie nicht gehen konnte.

Aber das iſt noch nicht das Erſtaunlichſte an der Sache; unter allen ihren Reifröcken hatte die ſhne Prinzeſſin einen, den ſie ganz beſonders iebte.

Man höre was derſelbe Schriftſteller darüber 1

ſag

Sie trug einen großen Reifrock, der ringsherum Taſchen hatte, und in jede derſelben ſteckte ſie eine Kapſel, welche das Herz eines ihrer verſtorbenen Liebhaber enthielt; denn wenn dieſe ſtarben, ſo ver⸗ ſäumte ſie nicht ihre Herzen einbalſamiren zu laſ⸗ ſen. Dieſer Reifrock wurde jeden Abend an einen Haken gehenkt, der hinter der Lehne ihres Bettes mit einem Vorlegeſchloß verwahrt war.

Ihr Gemahl hatte ihr nicht blos den Vorwurf zu machen, daß ſie die Herzen ihrer Liebhaber ein⸗ balſamiren ließ, ſondern auch daß ſie bis auf den Greveplatz ging, um ihre Köpfe zu holen.

Sie hatte in ihren Dienſten einen ſchönen Edel⸗ mann Namens la Mole, der ſich mit den Marſchäl⸗ len von Montmorency und Coſſé in eine Verſchwö⸗ rung einließ und deßhalb nebſt ſeinem Freund Han⸗ nibal von Coconas in St. Jean enthauptet wurde. Die Köpfe der Beiden waren auf dem Greveplatz ausgeſtellt, aber als die Nacht einbrach, kamen Frau Margareth, die Geliebte la Moles, und Frau von Nevers, die Geliebte von Coconas, nahmen die