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Condé im Kabinet des Königs, und es könnte ſehr leicht ſein, daß die Anweſenheit ſeiner jungen Gat⸗ tin ihm von großem Nutzen wäre.
Margareth hüllte ſich in einen Nachtmantel und eilte nach dem Zimmer ihrer Schweſter, der Frau von Lothringen, wo ſie mehr todt als lebendig an⸗ kam. Im Augenblick wo ſie im Vorzimmer eintraf, wurde ein Edelmann Namens Labourſe nur drei Schritte von ihr mit einer Hellebarde niedergeſtoßen und ſank todt zu Boden.
Kaum war ſie in dieſem Zimmer, als zwei Flüchtlinge hereinſtürzten und ſie um Hülfe anfleh⸗ ten; es waren Mioſſens, erſter Kammerherr ihres königlichen Gemahls, und Armagnac, ſein erſter Kammerdiener.
Margareth warf ſich dem König ſo wie der Kö⸗ nigin Mutter zu Füßen und erlangte mit großer Mühe die Begnadigung dieſer Leute.
Eine Tradition will ſogar wiſſen, der Fürſt von Bearn ſei nur dadurch gerettet worden, daß er ſich unter den Reifrock ſeiner Gemahlin geflüchtet habe, der weit genug geweſen ſei, um einen Mann, ja ſogar mehrere darunter zu verſtecken.
Dieſe Sage muß nicht ſo ganz ohne geweſen ſein, denn ſie gab Veranlaſſung zu allerlei Verschen.
Wenn wir ſagen, die Königin Margareth habe unter ihrem Reifrock einen Mann, ja ſogar mehrere verbergen können, ſo ſchwatzen wir nicht ins Blaue hinein, ſondern haben eine ſehr gute Autorität für unſere Behauptung.
„Sie machte,“ ſagt Tallemant des Réaux,„ihre Schulterbedeckung und ihre Schnürleiber weit breiter
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