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Margareth lag im Bett und ſchlief ruhig, als das Signal zum Gemetzel gegeben wurde.
Auf einmal wurde ſie durch einen Mann geweckt, der mit Händen und Füßen zugleich an ihre Thüre pochte und„Navarra, Navarra!“ rief.
Die Amme der Prinzeſſin, die in ihrem Zimmer ſchlief, glaubte, der Bearner ſei es ſelbſt, und öffnete ſchleunig; aber es war ein junger Edelmann Namens Tejan, ſagt Margareth, und Leyran, ſagt Dupleix. Er wurde von vier Mördern verfolgt, und als er die Thüre offen ſah, ſtürzte er ins Zimmer, warf ſich auf das Bett der Prinzeſſin, umſchlang ſie mit ſeinen ganz blutigen Armen, denn er hatte einen Degenſtich und einen Hellebardenſtoß erhalten, und fiel mit ihr in den Bettgang hinab. Man wußte nicht, wer am lauteſten ſchrie, die Königin oder die⸗ ſer Unglückliche, aber noch ſchlimmer war es, als die Mörder, die ihn nicht loszureißen vermochten, ihn in den Armen der Königin ſelbſt zu tödten ver⸗ ſuchten. Glücklicherweiſe kam der Gardecapitän Gas⸗ pard de la Chatre, der unter dem Namen Nangay bekannter iſt, hinzu, wies die Mörder hinaus und bewilligte der Königin Margareth das Leben des armen Tejan; dieſer aber wollte ſeinen Platz nicht mehr räumen, die Königin ließ ihn daher in ihrem Kabinet verbinden und ſchlafen, und er verließ es erſt nach vollſtändiger Heilung.
Man muß der Königin Margareth die Gerech⸗
tigkeit widerfahren laſſen: ihr erſtes Wort an
Nangay, ſobald Tejan ſich außer Gefahr befand,
war, daß ſie nach dem Prinzen von Bearn fragte.
Der Gardecapitän ſagte ihr, er ſei nebſt Herrn von 2


