Mit eilf Jahren hatte ſie, wenn man Heinrich IV glauben darf, bereits zwei Liebhaber gehabt: Antra⸗ guet und Charins.
Dann hatte ſie Martigues gehabt, einen Infan⸗ terieoberſt und tapfern Mann, der zu den Stürmen und Scharmützeln gewöhnlich mit zwei Geſchenken ging, die er von ihr empfangen hatte: einer Schärpe, die er um ſeinen Hals trug, und einem Hündchen, das er auf ſeinem Arme trug, bis er am 19. No⸗ vember 1569 bei der Belagerung von Saint⸗Jean⸗ d'Angely getödtet wurde.
Dann war Herr von Guiſe gekommen, der ſie ſo leidenſchaftlich liebte, daß er durch den Einfluß ſeines Oheims, des Kardinals von Lothringen, ihre Ehe mit dem König Dom Sebaſtian von Portugal auflöſen ließ.
Sodann waren, wie man ferner ſagte— denn was ſagte man nicht über die arme Frau?— ihr Bruder, Franz von Alencon, und ihr anderer Bru⸗ der, Heinrich von Anjou, gefolgt.
Um dieſe Zeit hatte ſie den König von Navarra geheirathet, und der Kummer über dieſe Verbindung hatte Antraguet beinahe getödtet.
Margareths Ausſteuer hatte aus fünfmalhun⸗ derttauſend Goldthalern, das Stück zu vierundfünf⸗ zig Sous, beſtanden.— Der König gab dreimalhundert⸗ tauſend, die Königin Mutter zweimalhunderttauſend, die Herzoge von Alengon und von Anjou fügten je fünf⸗ undzwanzigtauſend Franken hinzu.
Das Witthum wurde auf vierzigtauſend Franken Rente mit dem möblirten Schloß Vendome als Woh⸗ nung feſtgeſetzt.
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