ſen, ſondern als wirkliche Brüder ſollten Katholiken und Proteſtanten gegen Spanien marſchiren.
Johanna von Albret begab ſich nach Paris um das Terrain zu unterſuchen. Heinrich ſeinerſeits zog ſich in die Gascogne zurück und wartete, bis ſeine Mutter ihm ſchreiben würde, daß er ungefähr⸗ det an den Hof kommen könne.
Sobald er den erwarteten Brief erhielt, brach er nach Paris auf. Coligny war ihm vorangereist. Die Königin Mutter hatte alſo jetzt alle ihre Feinde in ihrer Hand.
Das beſchloſſene Vernichtungsgeſchäft begann mit der Königin von Navarra.
Eines Tags fühlte ſich Johannn von Albret, nachdem ſie eine Stunde lang parfümirte Handſchuhe getragen, welche Catharina von Medici ihr geſchenkt, unwohl. Bald wurde die Sache ſo bedenklich, daß ſie einſah, daß ſie ſterben mußte. Sie dictirte ihr Teſtament und ließ ihren Sohn kommen.
Sie empfahl ihm feſtes Verharren bei ſeiner Re⸗ ligion und ſtarb.
Heinrich verging beinahe vor Schmerz; er liebte ſeine Mutter aufs Zärtlichſte und ſchloß ſich mehrere Tage lang ein, ohne irgend Jemand zu empfangen.
Eines Tags meldete man den König. Dießmal mußte er öffnen. Carl IX kam ſelbſt, um ſeinen Vetter aus ſeiner Zurückgezogenheit zu holen und ihn auf die Jagd zu führen.
Dieß war ein Befehl, Heinrich gehorchte.
Am 18. Auguſt waren alle Vorbereitungen zur Vermählung getroffen und dieſelbe fand Statt.
Die vier folgenden Tage vergingen mit Tur⸗ nieren, Schmauſereien und Balletten, mit denen der


