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Heinrich IV / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von Gottlob Fink
Entstehung
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daß das Haus Valois aus Mangel an männlichen Erben erlöſchen und ein Bourbon an die Stelle treten würde, den künftigen König von Navarra nicht aus dem Auge laſſen. Endlich behielt aber doch die Mutter die Oberhand, und Johanna von Albret hatte die Freude ihren Sohn nach Bearn zurückzu⸗ bringen.

Die Rückkehr des jungen Prinzen in ſein Reich war ein großes Feſt für das Land. Von allen Sei⸗ ten ſtrömten Deputationen herbei; es wurden Reden in allen Mundarten gehalten; man brachte Geſchenke von allen Arten.

Unter dieſen Deputationen, dieſen Reden und dieſen Geſchenken empfing Heinrich eine Geſandtſchaft der Bauern aus der Gegend von Coaraze, die ihm Käſe ſchickten. Unglücklicher Weiſe ſah der Wort⸗ führer im Augenblick, wo er ſeine Rede beginnen ſollte, den Prinzen an und nun vermochte er keine andern Worte mehr zu finden, als folgende:

Ah der ſchöne Junge und wie er gewachſen iſt! welch ein Gevatter!... Und wenn man bedenkt, daß er von unſern Käſen ſo groß und ſo ſchön ge⸗ worden iſt!

Bald darauf entbrannte der Krieg zwiſchen den Katholiken und den Hugenotten in Folge der Hin⸗ richtung des Rathes Anne Dubourg und des Ge⸗ metzels von Vaſſy. Der junge Prinz machte dabei ſeine erſten Waffengänge unter den Befehlen des Prinzen von Condé; aber dieß iſt die Sache der Geſchichtſchreiber und nicht die unſere.

Verzeichnen wir nur eine einzige Thatſache; nämlich daß unſer junger König von Navarra, der