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ſtand, und entzündete wieder die Normandie, die ſich zum Frieden neigte.
Von Saint⸗Lo ausgehend, nahm er in drei Tagen Carentan und entblößte er Valognes von allen ſeinen Lebensmitteln und Kriegsvorräthen. Der ganze nor⸗ manniſche Adel trat unter ſein Banner.
Catharina von Mediecis und der König ſtellten ſo⸗ gleich drei Heere auf, und ließen im Perche und im Mans den Heerbann verkündigen. Der Anführer der königli⸗ chen Truppen war der Herzog von Matignon.
Diesmal kämpfte Montgommery nicht mehr in den Reihen ſeiner Religionsgenoſſen verloren; er ſtellte ſich unmittelbar und perſoͤnlich Karl IX. gegenüber, und hatte ſeine Armee, wie der König die ſeinige hatte.
Er entwarf einen bewunderungswürdigen Plan, der ihm einen glänzenden Sieg ſichern mußte.
Er ließ Matignon Saint⸗Lo mit ſeinen Truppen belagern, verließ insgeheim die Stadt und begab ſich nach Domfront. Dort ſollte ihm Frangois du Hallot alle Reiterei von Bretagne, von Anjou und von der Provinz Caur zuführen. Mit dieſen vereinigten Streit⸗ kräften würde er unverſehens vor Saint⸗Lo die könig⸗ liche Armee überfallen, welche, zwiſchen zwei Feuern ge⸗ faßt, vertilgt werden müßte. Doch der Verrath beſiegte den Unbeſtegbaren. Ein Fähnrich hinterbrachte Ma⸗ tignon den geheimen Abgang von Montgommery nach Domfront, wohin ihn nur vierzig Reiter begleiteten.
Matignon lag viel weniger an der Einnahme von Saint⸗Lo, als an der Gefangennehmung von Mont⸗ gommery. Er überließ die Belagerung einem ſeiner Lieutenants und eilte mit zwei Regimentern, ſechs⸗ hundert Pſerden und einer mächtigen Artillerie vor Domfront.
Jeder Andere als Gabriel von Montgommery hätte ſich ergeben, ohne einen unnützen Widerſtand zu ver⸗ ſuchen; doch er wollte mit vierzig Mann gegen dieſe Armee Stand halten.


