Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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der mit ſeiner ſanft gewordenen Bertrande immer noch glücklich lebe.

Doch man muß geſtehen, daß Gabriel, wie geblen⸗ det durch den Schmerz, dieſe freudige Erzählung nur unvollkommen verſtand oder hörte.

Als er aber mit Jean Peuquoy an das Thor kam, drückte er dem Bürger herzlich die Hand und ſprach:

„Gott befohlen, Freund, ich danke Euch für Eure Liebe und Anhänglichkeit. Ruft mich bei allen denje⸗. nigen, welche Ihr liebt, in's Gedächtniß. Ich bin glücklich, daß ich Euch glücklich weiß. Denkt zuweilen, Ihr, dem es wohl ergeht, an mich, der ich leide.“

Und ohne eine andere Antwort abzuwarten, als die Thränen, welche in den Augen von Jean Peuquoy glänzten, ſtieg Gabriel zu Pferde und ſprengte im Ga⸗ lopp fort.

Bei ſeiner Ankunft in Paris fand er, als wollte das Schickſal alle Schmerzen zugleich bei ihm anhäufen, Aloyſe todt; ſie war, ohne ihn noch einmal geſehen zu haben, nach einer kurzen Krankheit geſtorben.

Am andern Tag ging er zum Admiral von Coligny.

„Herr Admiral,“ ſagte er,„ich weiß, daß die Ver⸗ folgungen und Religionskriege, trotz aller Anſtrengung, mit der man ihnen zuvorzukommen ſucht, binnen Kurzem wieder ausbrechen werden. Wißt, daß ich fortan der Sache der Reformation nicht nur meinen Geiſt, ſondern auch mein Schwert anbieten kann. Mein Leben iſt nur noch dazu gut, daß es Euch dient, nehmt es und ſchont es nicht. In Euren Reihen werde ich mich übrigens am beſten gegen einen meiner Feinde vertheidigen, und den andern beſtrafen können...

Gabriel dachte an die Königin Regentin und an den Connetable.

Es bedarf kaum der Erwähnung, daß Coligny mit Begeiſterung den unſchätzbaren Bundesgenoſſen annahm, deſſen Tapferkeit und Energie er ſo oft erprobt hatte.